Liebes Publikum,
sehr geehrte Freunde der Musik von Richard Strauss,

 

immer noch klingen die wunderbaren Festivaltage nach, sind die vielen bereichernden Erlebnisse in bester Erinnerung: Die großartigen Essener Philharmoniker unter ihrem Chefdirigenten Tomáš Netopil zeigten ihre Klasse bei der konzertanten Aufführung von "Elektra", mit der großartigen Rebecca Teem in der Titelpartie, und beim Orchesterkonzert. Radek Baborák führte meisterlich vor, was man mit einem Horn alles machen kann und entlockte seinem Instrument ungeahnte Klangfarben. "Opernführer" Stefan Mickisch stellte überzeugend fest: "Auch die Außerirdischen wissen, dass keiner so gut komponieren kann wie der Strauss". Das Klavierduo Yaara Tal & Andreas Groethuysen begeisterte mit einem dramaturgisch exzellent aufgebauten Programm. Die große Sopranistin Anne Schwanewilms ließ ihre wunderbare, obertonreiche Stimme durch den Konzertsaal schweben. Zu Sternstunden gerieten auch die Konzerte des Münchner Rundfunk-orchesters unter Georg Fritzsch und der Slowakischen Philharmonie Bratislava unter Muhai Tang. Daniel Müller-Schott faszinierte uns einmal mehr mit seiner grandiosen Technik und feinsinnigen Interpretation.

Brigitte Fassbaender © Marc Gilsdorf

 

Dass der künstlerische Nachwuchs sich so wunderbar bewährte, freut mich ganz besonders. Sowohl die Teilnehmerinnen an der Meisterklasse von Edita Gruberova als auch der Gewinner des diesjährigen Richard-Strauss-Wettbewerbs, Hyeonjun Jo, nahmen das Publikum mit ihren herausragenden Leistungen für sich ein. Ich wünsche ihnen alles Gute für ihre weitere Laufbahn! Und - last but not least - meine verehrte, liebe Kollegin Ks. Edita Gruberova, die uns die Ehre gab.

 

Und, und, und... Sicher haben Sie ganz persönliche, berührende Festivalmomente erlebt, die noch immer in Ihren Herzen klingen und denen Sie hoffentlich noch lange nachspüren werden. Nirgends kann man die Musik von Richard Strauss so erfahren wie in Garmisch-Partenkirchen!

 

Dass es zudem deutliche Signale gab, die Weichen für eine positive Entwicklung des Festivals zu stellen, ist eine wichtige Botschaft für die kommenden Jahre. Dafür bedanke ich mich sehr herzlich bei Herrn Staatsminister Dr. Spaenle, der vorerst eine nicht unbedeutende Erhöhung der mageren staatlichen Subvention zugesagt hat. Vor Freude sprachlos gemacht hat uns aber die große Überraschung von Peter E. Eckes: Der Unternehmer und Mäzen wird das Festival 2017 mit 100.000 Euro sehr großzügig unterstützen. Vielen, vielen Dank für diese beispiellose Initiative!

 

Ihre Aufmerksamkeit, Ihr Interesse und Ihre Liebe zur Musik von Richard Strauss haben das Festival für uns alle einmal mehr unvergesslich gemacht. Es ist eine Freude für uns, dass Sie, verehrtes Publikum, unsere Arbeit zu schätzen wissen. Und so sagen wir alle - die Künstlerinnen und Künstler, die Organisatoren und die vielen engagierten Menschen abseits des Rampenlichts, die ein Festival erst möglich machen:

 

Danke, Sie waren ein wunderbares Publikum! Wir freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr bei einer neuen Entdeckungsreise in die Klangwelt von Richard Strauss, die 2017 unter dem Motto "Von Held und Welt" stehen wird.

 

Herzlichst, Ihre

 

Ks. Brigitte Fassbaender

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