Poesie & Jazz
Christian Brückner
Sprecher
Heinz Sauer
Saxofon
Michael Wollny
Klavier

Mit einer ganz besonderen Performance endet diese Nacht der Poesie. Der Schauspieler Christian Brückner, auch bekannt als die Synchronstimme von Hollywood-Titan Robert De Niro, der Saxophonist Heinz Sauer und der vielseitige Jazzpianist Michael Wollny verbinden Texte von Ror Wolf mit musikalischen Entsprechungen.

Die Frankfurter Rundschau schrieb dazu:

„...Der Abend gilt der ’neunundzwanzigsten Ausschweifung’ Ror Wolfs, im Schöffling Verlag erschienen. Christian Brückner ist nicht allein auf der Bühne, sondern mit Heinz Sauer, Saxofon, und dem um viele Jahre jüngeren Pianisten Michael Wollny. Nein, kein Jazz-und-Lyrik-Abend. Niemand untermalt oder begleitet hier etwas, jeder sagt, was er zu sagen hat, der Text beziehungsweise der Vorleser gibt die Dramaturgie vor, und alles fügt sich erst im wahrnehmenden Sinnesapparat der Zuhörer zusammen. Wobei diese scheinbare Selbstläufigkeit ein Symptom dreifach hochseilsicherer Souveränität ist. Alle drei Künstler beherrschen die vielsagende Beiläufigkeit: Brückner wie Wollny wie Sauer wie Wolf sind Großmeister der Intonation, der Andeutung und angedeuteten Klangstellung, der Form und Rhythmus und Klangnuancierung...“
Frankfurter Rundschau, 3. September 2007


(c) Jörg Steinmetz
(c) Jörg Steinmetz

Michael WollnyWollny hatte bis 1997 eine musikalische Ausbildung (Klavier, Violine) an der Musikschule Schweinfurt bzw. am Hermann-Zilcher-Konservatorium Würzburg und nahm erfolgreich an den Wettbewerben von Jugend musiziert teil. Ab 1997 studierte er an der Hochschule für Musik Würzburg bei Chris Beier (Künstlerisches Diplom mit Auszeichnung 2002, Meisterklassendiplom 2004). Er hatte zudem Unterricht bei unter anderem John Taylor und Walter Norris.

Wollny war zwischen 1998 und 2002 Mitglied im Bundesjazzorchester, mit dem er auch auf Tournee ging. Er spielt seit 2001 mit Heinz Sauer im Duo bzw. im Quartett. Ebenso erfolgreich ist er mit dem Trio [em] (mit Eva Kruse als Bassistin und Eric Schaefer am Schlagzeug). Daneben war er an CD-Produktionen u. a. mit den Young Friends, mit Hubert Winter („Different Kind of Stories“, 2003), aber auch Hans-Peter Salentin („Beyond Your Thoughts“, „Sound of Silence“) beteiligt und ist als Pianist und musikalischer Mitarbeiter am Schauspielhaus Nürnberg tätig.

Im Jahre 2007 erschien sein von Kritikern hochgelobtes erstes Soloalbum Hexentanz auf dem Münchener Jazzlabel ACT von Siegfried Loch.

Wollny wurde mit mehreren Stipendien und Preisen ausgezeichnet, so dem Jazzpreis der Nürnberger Nachrichten 2007, dem Kulturpreis der Stadt Schweinfurt 2003, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik (für Melancholia (2005) mit Heinz Sauer), dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 und dem „Choc de l’annee 2006“ des französischen Jazzmagazins Jazzman (für Certain Beauty mit Heinz Sauer). Im Jahr 2008 erhielt er zusammen mit Heinz Sauer den SWR-Jazzpreis. 2010 erhielt er den ECHO Jazz in der Sparte „Instrumentalist/in des Jahres national – Piano/Keyboards“.

Michael Wollny wurde im Mai 2007 mit dem Ronnie Scott’s Jazz Award als „Most Promising International Newcomer Of The Year“ in London ausgezeichnet.