Sergej Prokofjew

Romeo und Julia op. 64 (Auszüge)

Violinkonzert Nr. 2 g-Moll op. 63

Richard Strauss

Also sprach Zarathustra op. 30

Alexander Liebreich
Dirigent
Brno Philharmonic Orchestra
Lisa Batiashvili
Violine
Konzertgalerie

Spannungsreich gestaltet Alexander Liebreich das Programm des zweiten Klassik Open Air am Samstag, bei dem er selbst am Pult steht. Die virtuose Geigerin Lisa Batiashvili interpretiert Sergej Prokofjews 2. Violinkonzert. Prokofjew lebte und arbeitete in den Jahren 1922 und 1923 in der Gemeinde Ettal und hatte eine besondere Beziehung zu diesem Ort. Zu hören sind auch Auszüge aus einem seiner beliebtesten Werke, dem Ballett „Romeo und Julia“, zu dem wiederum das Brno Philharmonic Orchestra eine besondere Beziehung hat: Dieses Orchester spielte im Dezember 1938 die Uraufführung des Werks im Mahen Theater in Brünn. Im zweiten Teil des Abends erklingt die Tondichtung „Also sprach Zarathustra“, eines der faszinierendsten Werke von Richard Strauss. Wer mag, kann die Musik auch ganz leger bei einem Picknick auf der Wiese im Innenhof genießen. Picknickkörbe gibt es von der Klostergastronomie, Sie brauchen nur die Decke selbst mitzubringen.

Bei schlechtem Wetter verlegen wir die Konzerte vom Innenhof des Klosters Ettal in die Alpspitzhalle, Olympia-Eissport-Zentrum, Am Eisstadion 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen. Wetterinformation am Veranstaltungstag: +49.(0)8821.910 5 999

Bustransfer GAP - Ettal - GAP und München - Ettal - München kann zugebucht werden.

Um 19:15 Uhr findet bei gutem Wetter eine Konzerteinführung in der Winterkirche des Klosters Ettal statt. Bei schlechtem Wetter wird sie in die Curlinghalle verlegt.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es nicht gestattet ist, selbst Speisen und Getränken mitzubringen und diese bei den Open Air Konzerten zu konsumieren.


Alexander Liebreich © Bartek Barczyk
Alexander Liebreich © Bartek Barczyk

Alexander Liebreichwurde im September 2018 Chefdirigent und künstlerischer Leiter des Rundfunk Sinfonieorchesters Prag. Im Jahr 2018 übernahm er auch die künstlerische Leitung des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen, was dazu führte, dass er nach Wolfgang Sawallisch und Brigitte Fassbaender in dieser Funktion zum Leiter der Richard-Strauss-Gesellschaft gewählt wurde.

Von 2006 bis 2016 war Alexander Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. Ihre erste gemeinsame CD mit Werken von Joseph Haydn und Isang Yun wurde im Januar 2008 mit großem Erfolg veröffentlicht. Die aktuelle Veröffentlichung „Requiem“ von Tigran Mansurian mit RIAS Kammerchor auf dem Label ECM Classics wurde für den Grammy Award 2018 und den ICMA Award 2018 in der Kategorie „Contemporary Music“ nominiert.

Als Gastdirigent arbeitete Alexander mit vielen renommierten Orchestern zusammen, darunter dem Concertgebouw Orchestra, BBC Symphony Orchestra, Radio Symphony Orchestra Berlin, Orquestra Sinfônica do Estado de São Paulo, St. Petersburg Symphony Orchestra, Yomiuri Nippon Symphony Orchestra, NHK Symphony Orchestra und Tonhalle Orchestra Zürich. Zu den jüngsten und zukünftigen Engagements gehören Debüts mit dem Japan Philharmonic Orchestra, dem Singapore Symphony Orchestra, dem Orquesta de Valencia und dem Mahler Chamber Orchestra.

Er tritt regelmäßig mit namhaften Solisten wie Lisa Batiashvili, Krystian Zimerman, Frank Peter Zimmermann, Alban Gerhardt, Leila Josefowicz und Isabelle Faust auf.


Filharmonie Brno © Filharmonie Brno, 2018
Filharmonie Brno © Filharmonie Brno, 2018

Brno Philharmonic Orchestra, deren Wurzeln bis in die 1870er Jahre zurückreichen, als der junge Leoš Janáček sich um die Gründung eines tschechischen Symphonieorchesters in Brünn bemühte, sind diesem bis heute sehr verbunden. Die Werke dieses berühmten Komponisten des 20. Jahrhunderts bilden das Kernrepertoire des Orchesters, und bis heute gelten die Aufführungen seines Oeuvres durch Brno Philharmonic als besonders authentisch. Das jetzige Orchester entstand 1956 aus dem Zusammenschluss des Rundfunkorchesters Brno mit lokalen Orchestern, und seither gehört es zu den führenden tschechischen Orchestern, sowohl hinsichtlich seiner Größe als auch seiner Bedeutung. Auf seinen Auslandstourneen spielte es n die tausend Konzerte in ganz Europa, den USA, Lateinamerika und im mittleren und fernen Osten. Brno Philharmonic ist regelmäßig bei Festivals in Tschechien und im Ausland zu Gast, wobei das Orchester häufig gemeinsam mit dem ausgezeichneten Czech Philharmonic Choir Brno auftritt. Regelmäßig produziert das Orchester Aufnahmen für den tschechischen Rundfunk, das tschechische Fernsehen sowie für eine Reihe von Musiklabels (Supraphon, Sony Music, IMG Records, BMG, Channel 4); durch die Agentur Czech Orchestra Recordings erhält es außerdem eine wachsende Zahl von Anfragen globaler Klientel.

Im Laufe seiner Geschichte standen zahlreichen tschechische und internationale Dirigenten am Pult des Orchesters, darunter Břetislav Bakala, František Jílek, Petr Altrichter, Jiří Bělohlávek, Jakub Hrůša, Tomáš Netopil, Charles Munch, Kurt Masur, Sir Charles Mackerras, Yehudi Menuhin und Aleksandar Marković. Das Orchester veranstaltet jährlich etwa hundert Konzerte in zwölf Abonnement-Reihen, wobei es im Rahmen seiner nicht-orchestralen Konzertreihen mit Ensembles unterschiedlicher Stilrichtungen zusammenarbeitet. Ein „Artist in residence“ gibt jeder Saison ein Gesicht; in der Vergangenheit waren das Olga Kern, Vadim Gluzman, Radek Baborák, Fazil Say, Benjamin Yusupov und Alina Pogostkina. Der britische Cellist Matthew Barley ist in der 61. Saison diese Rolle zu erleben. Seit 2000 organisiert Brno Philharmonic das Open-Air-Sommerfestival auf Schloss Špilberk in Brno, und seit 2012 ist es auch Veranstalter der renommierten, traditionsreichen Festivals Moravian Autumn, Easter Festival of Sacred Music und Exposition of New Music. Das Orchester unterstützt den international hochgelobten Kinderchor Kantiléna, ist seit 2010 am populären Edukationsprojekt Mozart’s Children beteiligt und gründete 2014 die Brno Philharmonic Academy.
Heute spielt Brno Philharmonic nicht nur national und international eine bedeutende Rolle auf dem Gebiet der symphonischen Musik; es fungiert auch als auch Hauptveranstalter der Musiksaison der zweitgrößten tschechischen Stadt, als aktiver Initiator von Festivals sowie als kreativer Vordenker im Hinblick auf die Programmgestaltung. Sein Sitz ist das wunderschöne Gebäude von Besední dům, das Brnoer Gegenstück zum Wiener Musikvereinssaal, das 1873 nach einem Entwurf von Theophil Hansen errichtet wurde; dennoch freut sich das Orchester auf seinen neuen, modernen Konzertsaal.


LisaBatiashvili © Sammy Hart
LisaBatiashvili © Sammy Hart

Lisa Batiashvili, die vom Publikum und von Kollegen für ihre Virtuosität und ihr „tiefgründiges Einfühlungsvermögen“ (Financial Times) gerühmte georgische Violinistin, hat enge und beständige Beziehungen zu einigen der weltbesten Orchester aufgebaut. Darunter New York Philharmonic, der Staatskapelle Berlin, den Berliner Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem Chamber Orchestra of Europe. In der aktuellen Saison konzertiert Lisa Batiashvili als Artist in Residence mit dem Royal Concertgebouw Orkest. Zudem ist sie Portrait-Künstlerin bei den Bamberger Symphonikern. Von Musical America wurde ihr die Auszeichnung „Instrumentalist of the Year 2015“ verliehen.

Höhepunkte in Lisa Batiashvilis Saison 2016/2017 sind Auftritte mit Gautier Capuçon und der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann, dem hr-Sinfonieorchester Frankfurt unter Andrés Orozco-Estrada, dem Los Angeles Philharmonic und Gustavo Dudamel, dem London Symphony Orchestra unter Michael Tilson-Thomas, den Berliner Philharmonikern unter der Leitung von Sir Simon Rattle sowie dem Orchestre de Chambre de Paris mit François Leleux. Zudem wird sie Anders Hilborgs Violinkonzert Nr. 2 mit dem Royal Stockholm Philharmonic Orchestra unter Sakari Oramo uraufführen. Mit demselben Programm folgen Konzerte mit dem Gewandhausorchester und Alan Gilbert.

Mit dem Royal Concertgebouw Orkest führt sie Tschaikowskys Violinkonzert unter Antonio Pappano, Prokofiews Violinkonzert Nr. 2 unter Daniele Gatti und Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 unter Vladimir Jurowski auf. Während ihrer Konzertphase mit den Bamberger Symphonikern spielt sie Dvořáks Violinkonzert unter Ingo Metzmacher. Außerdem präsentiert sie gemeinsam mit François Leleux die Konzerte für Violine und Oboe von Bach und Thierry Escaich unter Jakub Hrůša. Ihre Kammermusikprojekte führen sie zur Eröffnung des Boulez Saals nach Berlin, wo sie gemeinsam mit Mitgliedern der Staatskapelle Berlin spielt. Weiter tritt sie bei einigen Konzerten mit dem georgischen Jazzpianisten Beka Gochiashvili und einem Tribute Konzert für Alfred Brendel in Berlin auf.

Ihr neues Album, das Lisa Batiashvili exklusiv bei der Deutschen Grammophon eingespielt hat, erscheint im November 2016. Darauf sind die Violinkonzerte von Tschaikowsky und Sibelius mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim zu hören. Ihre vorherige Aufnahme, unter anderem mit François Leleux, Emmanuel Pahud und dem Kammerorchester des Bayerischen Rundfunks, ist den Werken von J.S. Bach sowie C.P.E. Bach gewidmet. Frühere CD- Aufnahmen umfassen Einspielungen des Violinkonzertes von Johannes Brahms mit der Staatskapelle Dresden unter der Leitung von Christian Thielemann (auch als DVD erhältlich) sowie Schostakowitschs Violinkonzert Nr. 1 mit dem Sinfonieorchester des Bayerischen Rundfunks und Esa-Pekka Salonen. Zudem nahm Lisa Batiashvili Violinkonzerte von Beethoven, Sibelius und Lindberg für SONY auf.