"Metamorphosen"

Richard Strauss

Metamorphosen. Studie für 23 Solostreicher

Henry Purcell

Dido and Aeneas

Alexander Liebreich
Dirigent
Akademie für Alte Musik Berlin
Chor des Bayerischen Rundfunks
Marie-Claude Chappuis
Dido
Mezzosopran
Robin Johannsen
Belinda
Sopran
Matthias Winckhler
Aeneas
Bariton
Katharina Magiera
Alt
Sorceress

Mit einem Höhepunkt startet das Richard-Strauss-Festival 2018, mit der Kombination eines Werks von Richard Strauss mit barocker Musik. Richard Strauss‘ letztes großes Orchesterwerk, die Metamorphosen für 23 Solostreicher, und Henry Purcells Oper Dido and Aeneas werden von der Akademie für Alte Musik Berlin unter der Leitung von Alexander Liebreich gespielt. Die menschlichen und künstlerischen Verwüstungen des Zweiten Weltkriegs veranlassten Richard Strauss zu diesem intensiven, ausdrucksstarken Werk, das auch den Abschied von seinem Schaffen symbolisiert. Abschied nimmt auch Dido, Königin von Karthago, nach allen Phasen des Glücks und der Hoffnung, als ihr Geliebter Aeneas sie verlässt. Für ihre Trauer und ihren Tod komponierte Henry Purcell Musik von zeitloser Schönheit und Gefühlstiefe. Für die besondere Rolle des Chors in Purcells Oper konnte der ausgezeichnete Chor des Bayerischen Rundfunks gewonnen werden. Marie-Claude Chappuis singt die Partie der Dido, Matthias Winckhler den Aeneas. Robin Johanssen als Belinda und Katharina Magiera als Zauberin gehören ebenfalls zur hochkarätigen Besetzung.


Alexander Liebreich

Alexander Liebreichstudierte an der Hochschule für Musik und Theater in München und am Salzburger Mozarteum bei Michael Gielen und Nikolaus Harnoncourt. Darüber hinaus erhielt er entscheidende künstlerische Impulse von seinem Mentor Claudio Abbado.
1996 wurde an Alexander Liebreich von einer Jury um Sir Edward Downes und Péter Eötvös der Kirill Kondraschin-Preis verliehen; anschließend wurde er als Assistent von Edo de Waart an das Niederländische Radio Filharmonisch Orkest berufen. Sein Debüt mit Anton Bruckners „5. Sinfonie“ im Concertgebouw Amsterdam machte international Schlagzeilen. In der Folge war er zu Gast bei zahlreichen renommierten Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, Auckland Philharmonia, Münchner Philharmonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin. Zuletzt dirigierte er u.a. das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die NDR Radiophilharmonie, das RSO Stuttgart, die Dresdner Philharmoniker, das Osaka Philharmonic Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das NHK Symphony Orchestra in Tokio und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester.

Nach Debüts mit Bruckners „3. Sinfonie“ an der Alten Oper Frankfurt, mit Beethoven im Wiener Musikverein, Schuberts „Die Unvollendeter“ an der Cité de la musique und einem Sibelius-Dusapin-Programm mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra in der Suntory Hall führten ihn Gastspiele der vergangenen Saison u.a. nach Prag, Mailand, Turin, Barcelona, Straßbourg, Tokio und São Paolo. Weitere Debüts werden Alexander Liebreich in der Saison 2016/17 u.a. zum Tonhalle-Orchester Zürich, dem Kyoto Symphony Orchestra, dem Brno Philharmonic Orchestra, der Staatsoper Stuttgart und dem Valencia Symphony Orchestra führen.
Seit 2012 ist Liebreich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR) mit Sitz in Katowice. Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem Pianisten Krystian Zimerman und dem NOSPR eröffnete Alexander Liebreich im Oktober 2014 die neue Philharmonie in Katowice – ein Großereignis, zumal der Star-Akustiker Yasuhisa Toyota für das akustische Design verantwortlich zeichnete.
Die Zusammenarbeit mit dem NOSPR wird beim Label Accentus Music mit Repertoire von Lutosławski und Szymanowski dokumentiert. 2015 erschien die Debüt-CD mit dem herausragenden Werk von Lutosławski, dem „Konzert für Orchester“, gefolgt von der 2. CD im Januar 2016. Im Oktober 2016 erschien die dritte Aufnahme u.a. mit Lutosławskis „4. Sinfonie“ und dem „Cellokonzert“ (Solist: Gautier Capuçon).
In den Jahren 2006 bis 2016 war Alexander Liebreich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. Inzwischen wird das innovative, für seine avancierte Programmatik ebenso wie für seine außergewöhnlichen Klangkultur mehrfach dekorierte Ensemble nicht nur in München gefeiert, sondern auch bei zahllosen Gastspielen in europäischen Musikmetropolen, in Konzerten bei internationalen Festivals und Tourneen in Europa und Asien. Seither sind bei ECM, Sony Classical, DG und NEOS eine Reihe von Aufnahmen entstanden.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels für Schoecks „Penthesileia“ dirigierte Alexander Liebreich in der Saison 2013/14 erneut an der Oper in Frankfurt die Neuproduktion von Enescus „Oedipe“ (Regie: Hans Neuenfels). 2016 dirigierte er Richard Wagners „Parsifal“ mit Michael Weinius und Yvonne Neaf sowie als Saison-Finale Mozarts „Don Giovanni“; u.a. mit Juliane Banse und ECHO Klassik – Preisträger Andrè Schuen in der Titelrolle. In 2017 wird er zum Beethovenfest in Warschau Igor Strawinskys „The Rake‘s Progress“ leiten.
Zwischen 2011 und 2014 fungierte Alexander Liebreich zudem als Leiter des Tongyeong International Music Festival (TIMF) in Südkorea. Seit Mai 2015 ist er Künstlerischer Direktor des Internationalen Musik-Festivals „Katowice Kultura Natura“, bei dem bereits András Schiff, Miklós Perényi, Grigory Sokolov, der RIAS Kammerchor, Cuarteto Casals und das Mahler Chamber Orchestra zu Gast waren; Michael Nagy, Piotr Anderszewski, das Budapest Festival Orchestra und viele andere werden 2017 erwartet. Ab 2018 ist Alexander Liebreich Künstlerischer Leiters des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen.
Der Film „Pyongyang Crescendo“, 2005 auf DVD erschienen, dokumentiert seine Arbeit im Rahmen einer Gastprofessur im nordkoreanischen Pyongyang. Im Januar 2015 hat das Bayerische Fernsehen die Dokumentation „Alexander Liebreich und seine Klangwelten“ ausgestrahlt.
Im Dezember 2008 wurde Alexander Liebreich in die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts berufen, die sich als Planungsgremium aus bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen und sozialen Lebens der Bundesrepublik Deutschland zusammensetzt. 2015 wurde ihm eine Gastprofessur Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München verliehen. Im Herbst 2016 wurde Alexander Liebreich mit dem Sonderpreis des Kulturpreises Bayern geehrt.


Adademie für Alte Musik © Uwe Arens
Adademie für Alte Musik © Uwe Arens

Akademie für Alte Musik Berlin1982 in Berlin gegründet, gehört die Akademie für Alte Musik Berlin (kurz Akamus) heute zur Weltspitze der historisch informiert spielenden Kammerorchester und kann auf eine beispiellose Erfolgsgeschichte verweisen. Die internationale Bedeutung des Orchesters zeigt sich in der Vielzahl seiner Gastspiele im In- und Ausland. Regelmäßig gastiert das Ensemble in allen musikalischen Zentren Europas, Asiens, sowie Nord- und Südamerikas. Konzert-Tourneen führen das Orchester 2016 u.a. nach Buenos Aires und nach Japan, 2017 in die USA.
Seit 1984 gestaltet das Ensemble eine eigene Aboreihe im Konzerthaus Berlin und ist seit 1994 regelmäßiger Gast an der Berliner Staatsoper. 2012 begann zudem eine eigene Konzertreihe im Münchner Prinzregententheater. Akamus präsentiert sich mit rund 100 Auftritten pro Jahr in Besetzungsgrößen vom Kammerensemble bis zum sinfonischen Orchester. Das Ensemble musiziert unter der wechselnden Leitung seiner Konzertmeister Stephan Mai, Bernhard Forck und Georg Kallweit sowie ausgewählter Dirigenten.

Besonders mit René Jacobs verbindet das Ensemble eine enge künstlerische Partnerschaft, aus der zahlreiche gefeierte Opern- und Oratorienproduktionen hervorgegangen sind. Zuletzt wurden vor allem die gemeinsamen Interpretationen von Mozarts Entführung aus dem Serail und der Zauberflöte sowie von J. S. Bachs Matthäus- und Johannes-Passion international hoch gelobt und mit Preisen ausgezeichnet.
Zu weiteren dem Ensemble verbundenen Dirigenten zählen Marcus Creed, Daniel Reuss, Hans-Christoph Rademann, in den kommenden Spielzeiten werden Emmanuelle Haïm, Bernard Labadie, Paul Agnew oder Rinaldo Alessandrini das Orchester leiten.
Hervorzuheben ist die kongeniale Kooperation mit dem RIAS Kammerchor, von deren Qualität zahlreiche preisgekrönte Aufnahmen zeugen. Mit international renommierten Solisten wie Isabelle Faust, Andreas Staier, Alexander Melnikov, Anna Prohaska, Werner Güra und Bejun Mehta arbeitet Akamus regelmäßig zusammen. Gemeinsam mit der Tanzcompagnie Sasha Waltz & Guests entstanden Erfolgsproduktionen wie Dido & Aeneas (Musik: Henry Purcell) und Medea (Musik: Pascal Dusapin).
Weit über eine Million verkaufte Tonträger sind Ausdruck des internationalen Erfolgs des Orchesters. Die seit 1994 exklusiv für das Label harmonia mundi France produzierten Aufnahmen wurden mit allen bedeutenden Schallplattenpreisen ausgezeichnet, darunter Grammy Award, Diapason d’Or, Cannes Classical Award, Gramophone Award, Edison Award, MIDEM Classical Award und der Choc de l’année sowie der Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik. Zuletzt erschienen Händels Water Music, Mendelssohns Elias unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann sowie J. S. Bachs Johannes-Passion unter der Leitung von René Jacobs.
2006 erhielt das Orchester den Telemann Preis der Stadt Magdeburg, 2014 die Bach Medaille der Stadt Leipzig und den ECHO Klassik.


Chor des Bayerischen Rundfunks © Astrid Ackermann
Chor des Bayerischen Rundfunks © Astrid Ackermann

Chor des Bayerischen RundfunksAufgrund seiner besonderen klanglichen Homogenität und der stilistischen Vielseitigkeit, die alle Gebiete des Chorgesangs von der mittelalterlichen Motette bis zu zeitgenössischen Werken, vom Oratorium bis zur Oper umfasst, genießt der Chor des Bayerischen Rundfunks höchstes Ansehen in aller Welt.
Gastspiele führten ihn nach Japan sowie zu den Festivals in Luzern und Salzburg. Europäische Spitzenorchester, darunter die Berliner Philharmoniker und die Sächsische Staatskapelle Dresden, aber auch Originalklang-Ensembles wie Concerto Köln oder die Akademie für Alte Musik Berlin schätzen die Zusammenarbeit mit dem BR-Chor. In jüngster Vergangenheit konzertierte der Chor mit Dirigenten wie Andris Nelsons, Bernard Haitink, Daniel Harding, Yannick Nézet-Séguin, Riccardo Muti, Riccardo Chailly, Thomas Hengelbrock, Robin Ticciati und Christian Thielemann.

Der künstlerische Aufschwung des 1946 gegründeten Chores verlief in enger Verbindung mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks. Seit 2003 ist Mariss Jansons Chefdirigent beider Klangkörper. Daneben wurde im Sommer 2016 Howard Arman zum Künstlerischen Leiter des Chores berufen. Wie sein Vorgänger Peter Dijkstra pflegt der englische Dirigent die große künstlerische Bandbreite des Chores und intensiviert sie darüber hinaus in den Spezialgebieten der alten und neuesten Musik.
In den Reihen musica viva (Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks) und Paradisi gloria (Münchner Rundfunkorchester) sowie in den eigenen Abonnementkonzerten profiliert sich der Chor regelmäßig mit Uraufführungen. Für seine CD-Einspielungen erhielt er zahlreiche hochrangige Preise, darunter wiederholt den ECHO Klassik. Die DVD-Edition von Bachs Johannes-Passion wurde vom Preis der deutschen Schallplattenkritik in die Bestenliste 2/2017 aufgenommen.


Marie-Claude Chappuise © Alphine Kern
Marie-Claude Chappuise © Alphine Kern

Marie-Claude Chappuis„Was für eine Stimme! Warm und weich exponiert sie einen vollen sonoren Körperklang und bleibt dabei dennoch in jedem Moment beweglich, anmutig und elegant. Verführerischer kann eine Stimme kaum klingen“. So resümierte kürzlich ein Musikmagazin des SWR („SWR2 Cluster“) in voller Begeisterung Marie-Claude Chappuisʼ Leistungen. Es ist vor allem die gleichermaßen heitere wie bedingungslose Hingabe an die Musik, die ihre Künstlerschaft singulär erscheinen lässt und auszeichnet. Eine Künstlerin, die auf der internationalen Szene zählt.
Marie-Claude Chappuis studierte Gesang am Konservatorium ihrer Heimatstadt Freiburg, anschließend an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo ihr für ihre Virtuosität einen Sonderpreis verliehen wurde. Zunächst Ensemblemitglied am Tiroler Landestheater – damals geleitet von Brigitte Fassbaender – eroberte sie sich bald die renommiertesten Bühnen in Europa und bald auch Asien.

Zu den Meilensteinen ihrer Karriere zählen Produktionen wie etwa Idomeneo (Idamante) dirigiert und inszeniert von Nikolaus Harnoncourt in Graz und Zürich, L’incoronazione di Poppea (Ottavia) unter der Leitung von René Jacobs in Berlin und Brüssel, L’Etoile (Lazuli) unter der Leitung von John Eliot Gardiner in Zürich und Genf, Carmen in der Regie von Brigitte Fassbaender in Innsbruck, Cosi fan tutte (Dorabella) bei den Salzburger Festspielen, La Clemenza di Tito (Sesto) unter der Leitung von Alain Altinoglu in Baden-Baden und Luxemburg, Il Matrimonio Inaspettato, eine Rarität von Paisiello (Contessa), unter der Leitung von Riccardo Muti bei den Salzburger Festspielen, in Ravenna und in Piacenza, Die Fledermaus (Orlofsky) am Grand Théâtre in Genf und La Damnation de Faust (Marguerite) unter der Leitung von Sir Roger Norrington in Leipzig.
In den letzten Jahren war sie in Cavalieris Rappresentazione di Anima et Corpo (Anima) unter René Jacobs an der Staatsoper Berlin zu Gast, in Schuberts Fierrabras (Maragond) inszeniert von Peter Stein bei den Salzburger Festspielen (eine Produktion, die 2018 an die Mailander Scala übernommen wird) und in La finta giardiniera (Ramiro) unter der Leitung von Emmanuelle Haïm in Lille und Dijon. 2016/17 wirkte sie u. a. an der Neuproduktion von The fairy Queen inszeniert von Mariame Clément und dirigiert von Christophe Rousset im Theater an der Wien mit sowie an einer Tournee von Il ritorno d’Ulisse in Patria unter der Leitung von René Jacobs.
Auf dem Konzertpodium trat sie zuletzt mit Il Giardino Armonico und Giovanni Antonini (Arianna a Naxos von Haydn), mit dem Gewandhausorchester und Riccardo Chailly (Bachs Matthäuspassion), dem Mozarteumorchester Salzburg und Ivor Bolton (Mozarts c-moll-Messe) und mit dem New Japan Philharmonic und Ingo Metzmacher (Beethovens Missa Solemnis) auf.
Marie-Claude Chappuis konzertiert bei Liederabenden regelmäßig mit dem Lautenisten Luca Pianca und mit den Pianisten Malcolm Martineau, Cédric Pescia, Christian Chamorel und Michael Gees.
Ihre bereits umfangreiche Diskographie umfasst J.S. Bachs Matthäuspassion mit Riccardo Chailly (Decca), La Clemenza di Tito (Annio) mit René Jacobs (für einen Grammy Award nominiert, veröffentlich von Harmonia Mundi), Idomeneo (Idamante) mit Nikolaus Harnoncourt (DVD in der Styriarte Festival Edition) und die Brockes-Passion von Telemann (Prix du Midem 2009).


Robin Johannsen © Uwe Arens
Robin Johannsen © Uwe Arens

Robin JohannsenDie amerikanische Sopranistin Robin Johannsen kam als Stipendiatin der Deutschen Oper Berlin nach Europa und wurde bald festes Ensemblemitglied des Hauses. Nach drei Jahren wechselte sie an die Oper Leipzig und ist seit 2008 freischaffend tätig, mit einer besonderen Affinität zu Barock und Klassischer Musik.
In der Spielzeit 2017/2018 singt Robin Johannsen in einer Neuproduktion von Beethovens „Leonore“ (MARZELLINE) mit dem Freiburger Barockorchester unter René Jacobs u.a. am Theater an der Wien, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Concertgebouw Amsterdam sowie der Philharmonie de Paris. Weiterhin debütiert sie an der Elbphilharmonie mit Brittens „Les Illuminations“ zusammen mit Tabea Zimmermann und dem Ensemble Resonanz. Weitere Highlights der kommenden Saison sind die Oper Miriways beim Telemann-Festival (NDR Hamburg) unter Bernard Labadie, die Neuproduktion von „Die Entführung aus dem Serail“ (KONSTANZE) am Mozarteum Salzburg mit der Akademie für Alte Musik Berlin unter René Jacobs und Andrea Moses (Regie) sowie die Wiederaufnahme von „King Arthur“ an der Staatsoper Berlin.

Die Höhepunkte der vergangenen Spielzeit waren u.a. die Neuproduktion von „King Arthur“ der Staatsoper Berlin und ihr Debüt als Fiordiligi in „Cosi fan tutte“ unter René Jacobs (auf Tournee in Deutschland, Spanien und Asien). Im Konzertbereich hat Robin Johannsen in der Saison 2016/17 u.a. mit Andrea Marcon, Teodor Currentzis und Raphaël Pichon sowie mit führenden Barockorchestern wie dem Freiburger Barockorchester, Concerto Köln und der Akademie für Alte Musik Berlin zusammengearbeitet.
CD Aufnahmen u. a.: Die Entführung aus dem Serail unter René Jacobs (harmonia mundi), Solo-CD „In dolce amore“ – Arien und Kantaten von Antonio Caldara mit Alessandro De Marchi und Academia Montis Regalis (Sony Classical – dhm); Parnasso in festa mit Andrea Marcon und La Cetra (Pentatone); Telemann: Ein feste Burg ist unser Gott mit Cocerto Melante (Sony Classical – dhm).


Matthias Winckhler
Matthias Winckhler

Matthias WinckhlerDer in München geborene Bariton bekam seinen ersten Gesangsunterricht bei Hartmut Elbert im Rahmen der Bayerischen Sing Akademie, der er von 2005 bis 2010 angehörte. Danach studierte er an der Universitat Mozarteum Salzburg bei Andreas Macco und in der Liedklasse von Wolfgang Holzmair. Er besuchte Meisterkurse bei Rudolf Piernay, Matthias Goerne, Graham Johnson, Peter Schreier, Markus Hinterhauser, Christa Ludwig, Michele Pertusi, Bo Skovhus, Bejun Mehta, Malcolm Martineau und Breda Zakotnik. Er war Stipendiat der Walter und Charlotte Hamel Stiftung, der Walter Kaminsky Stiftung und wurde intensiv vom Kulturverein seiner Heimatstadt Fürstenfeldbruck gefördert.

Beim 11. Internationalen Mozart Wettbewerb 2014 in Salzburg wurde Matthias Winckhler mit dem 1. Preis sowie einem Sonderpreis ausgezeichnet. Des weiteren ist er Preisträger beim Internationalen Franz Schubert Wettbewerb 2013 in Dortmund, beim Internationalen Johann Sebastian Bach Wettbewerb 2012 in Leipzig, sowie beim Bundeswettbewerb Gesang 2010 in Berlin.

Matthias Winckhler ist als Lied- und Konzertsänger vor allem in Deutschland, Osterreich,der Schweiz und den Niederlanden tätig. Im Sommer 2015 debütierte er sowohl beim Kissinger Sommer als auch bei den Salzburger Festspielen. Er musizierte unter Dirigenten wie Florian Birsak, Fabio Bonizzoni, Reinhard Goebel, Hans Graf, Matthew Halls, Gunther Jena, Gianandrea Noseda, Helmut Rilling, Jordi Savall, Masaaki Suzuki, Vasiliy Petrenko, Christian Muthspiel, Jos van Veldhoven und mit Klangkörpern wie der Niederländischen Bachvereinigung, dem Bach Collegium Japan, der Camerata Salzburg, dem Mozarteumorchester Salzburg, den Wiener Philharmonikern, dem Philharmonische Orchester Oslo, der Capella Reial de Catalunya, dem JSB-Ensemble Stuttgart, dem Leipziger Barockorchester, dem Barockorchester „La Banda“ und dem Philharmonischen Orchester Hamburg. Im Bereich Kunstlied musizierte er mit Pianisten wie Bernadette Bartos, Jan Philip Schulze und Marcello Amaral. Winckhler beschäftigt sich auch intensiv mit dem Repertoire zeitgenössischer Komponisten. Er arbeitete unter anderem mit Manfred Trojahn, Gerhard Wimberger, Nikolaus Brass, Benedikt Burghardt und Friedrich Cerha.

Seit der Spielzeit 2015/16 ist Matthias Winckhler Ensemblemitglied der Niedersächsischen Staatsoper Hannover. Bereits im Laufe seines Studiums war er als Guglielmo (Cosi fan tutte), als Graf Almaviva (Le nozze di Figaro), als Belcore (L’Elisir d’amore), als Ruggiero (Vivaldi: Orlando Furioso), sowie in zahlreichen kleineren Partien zu erleben. Rundfunk und CD-Produktionen runden sein künstlerisches Schaffen ab.


Katharina Magiera
Katharina Magiera

Katharina MagieraWährend ihres Schulmusikstudiums mit Hauptfach Klavier verlagerte Katharina Magiera ihren Schwerpunkt von Klavier auf Gesang. Dem Studium zunächst in der Gesangsklasse von Prof. Vera U.G. Scherr in Mannheim, anschließend bei Prof. Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main folgte das Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim.
Sie war Stipendiatin der »Villa Musica« des Landes Rheinland-Pfalz, der Yehudi Menuhin-Stiftung »Live music now« und der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2009 gewann sie den Mendelssohn- Wettbewerb.
Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs, die Requien von Mozart, Verdi, Duruflé, Dvořák und Schnittke und Händels, Mendelssohns und Honeggers Oratorien, an denen sie unter den Dirigenten H. Rilling, G. Garrido, S. Weigle, M. Letonja, H-Chr. Rademann, P. Cao, P. Carignani, S. Kuijken, M. Beuerle, W. Toll und A. Fischer mitwirkte.

Die Liebe zum Lied, das Interesse an der Agilität der Stimme und die „spürbare räumliche“ Nähe zu Goethe regte Katharina Magiera zum Erkunden neuer vokaler Pfade an. So entstand die Idee, ein Liedprogramm mit Gitarre, welches vorwiegend die weniger bekannten Gedichte des Frankfurter Dichters in Vertonungen von Mendelssohn, Wolf und andere in eigener Bearbeitung für Gesang und Gitarre vorzustellen. Ihr Duopartner dabei ist Christopher Brandt, der die Lieder für Gitarre arrangiert hat, ein gefragter klassischer Gitarrist und mehrfach ausgezeichneter Komponist.
Auftritte auf der Opernbühne führten Katharina Magiera an das Staatstheater Wiesbaden, die Opéra du Rhin in Strasbourg und die Oper Frankfurt, deren Ensemble sie seit der Spielzeit 09/10 dem Ensemble angehört. Dort trat sie auf als Sphinx (Oedipe), Bradamante (Orlando furioso) und Rosalia (Tiefland), Alisa (Lucia di Lammermoor), Tisbe (La Cenerentola), Untos Frau (Sallinens Kullervo), Stallmagd (Königskinder), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Oberpriesterin in Schoecks Penthesilea sowie als Flosshilde / Schwertleite (Ring), Ježibaba (Rusalka), Hänsel (Hänsel und Gretel), Dryade (Ariadne auf Naxos), Filosofia (LʼOrontea),Marzelline (Figaros Hochzeit), in den Frankfurter Erstaufführungen der Drei Einakter von Bohuslav Martinů, als Wanja (Iwan Sussanin) und Nancy (Martha).
Ein Gastengagement führte sie 2015 als Dritte Dame (Die Zauberflöte) an die Opéra Bastille Paris, im selben Jahr gastierte sie beim Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter A. Liebreich, debütierte bei den Salzburger Festspielen unter A. Orozco Estrada und sang beim MDR Symphonieorchester unter K. Järvi.. Bei den Salzburger Osterfestspielen kann man sie 2017 als Schwertleite unter Christian Thielemann erleben und im Spätsommer am Theater an der Wien als 3.Dame in Mozarts Zauberflöte unter René Jacobs.