Richard Strauss

Don Juan op. 20

Karol Szymanowski

Drei Fragmente nach Gedichten von Jan Kasprowicz op. 5

Leoš Janáček

Suite aus der Oper „Das schlaue Füchslein“

Richard Strauss

Tanz der sieben Schleier aus der Oper „Salome“ op. 54

Anu Tali
Dirigentin
Katharina Magiera
Mezzosopran
Alpine Lions Cooperation

Leider müssen wir Sie darüber informieren, dass wir die Internationale Richard-Strauss-Orchesterakademie wegen überraschender kurzfristiger Rücktritte von Teilnehmern absagen müssen. Damit kann auch das Abschlusskonzert am 1.Juli 2018 nicht stattfinden.

Wenn Sie bereits Karten für das Abschlusskonzert gekauft haben, erhalten Sie den Kaufpreis an der jeweiligen Vorverkaufsstelle, an der Sie die Karte gekauft haben, rückerstattet. Wir bieten Ihnen auch gerne an, Ihre Karte für das Abschlusskonzert gegen eine Karte für eine unserer anderen Veranstaltungen Ihrer Wahl (nach jeweiliger Verfügbarkeit) einzutauschen.
Wir bedauern die Absage sehr und wünschen Ihnen weiterhin schöne musikalische Erlebnisse beim Richard-Strauss-Festival 2018.

Ihr Festivalteam

Mit der Internationalen Richard-Strauss-Orchesterakademie geht das Festival neue Wege in der Nachwuchsförderung. Etwa 80 bis 85 Akademisten und junge Studierende der Musikhochschulen von Prag, Brünn, Krakau, Katowice, Nürnberg und München werden ein anspruchsvolles Programm mit Werken von Richard Strauss, Karol Szymanowski und Leoš Janáček erarbeiten und beim Abschlusskonzert des Festivals zur Aufführung bringen. Leiterin der Orchesterakademie ist die estnische Dirigentin Anu Tali.

Im Anschluss an das Konzert klingt das Festival 2018 bei einem Grillfest mit den Musiker*innen, dem Publikum und den Sponsoren in ungezwungener Atmosphäre aus.


Anu Tali © Jouni Harala
Anu Tali © Jouni Harala

Anu TaliAls eine der faszinierendsten Dirigentinnen der heutigen Szene gehört Anu Tali einer neuen Generation von Künstlern an, die auf der Suche nach frischen musikalischen Ideen sind, der Herald Tribune sagt über sie: „Sie ist charismatisch, brillant, energetisch“. Seit August 2013 ist Anu Tali Music Director des Sarasota Orchestra in Florida. Highlights der laufenden Saison sind neben ihren Aufgaben in Sarasota ihre Debuts beim Pacific Symphony Orchestra und beim Fringe Festival in Philadelphia. Sie bleibt Chefdirigentin des von ihr und ihrer Zwillingsschwester Kadri 1997 gegründeten Nordic Symphony Orchestra, das besonders kulturelle Kontakte zu den nordischen Nachbarländern fördert und Musiker aus der ganzen Welt vereint. Heute umfasst das Nordic Symphony Orchestra Mitglieder aus fünfzehn Ländern und bringt Musiker aus den führenden Orchestern zusammen.

Tali tritt regelmäßig mit Orchestern weltweit auf, darunter Japan und Tokyo Philharmonic, Orchestre National de France, Chamber Orchestra of Europe, New Jersey, Vancouver, Houston und Milwaukee Symphony Orchestra, Göteborger Symphoniker und Swedish Radio Symphony Orchestra. In Deutschland leitete sie bereits das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, Deutsche Kammerphilharmonie Bremen, Berliner Konzerthausorchester und Ensemble Modern. Nach einem immensen Erfolg einer Carmen-Produktion am Theater Magdeburg hat sie im Sommer 2011 Glucks Telemaco mit dem Freiburger Barockorchester bei den Schwetzinger Festspielen sowie am Theater Basel aufgeführt. Außerdem sorgte sie mit Aufführungen von Heiner Goebbels’ Songs of Wars I Have Seen mit der London Sinfonietta im Lincoln Center New York, Londons South Bank Centre sowie in Saint Paul/Minnesota, Seattle und Barcelona für größtes Aufsehen.

Anu Tali veröffentlichte ihr Debüt-Album 2002 mit Swan Flight (Finlandia/Warner Classics). Später folgte die Aufnahme Action Passion Illusion mit Werken von Rachmaninov, Sibelius und Erkki-Sven Tüür. Im Januar 2011 erschien auf ECM eine von der Kritik hochgelobte Einspielung der Orchesterwerke Strata und Noēsis, wiederum aus der Feder Tüürs. Viele internationale Preise zeichnen Anu Tali aus. In Estland geboren, begann die Dirigentin ihre musikalische Ausbildung als Pianistin, absolvierte 1991 ihr Studium an der Musikakademie in Tallinn und führte ihr Dirigier­studium an der Estnischen Musikakademie bei Kuno Areng, Toomas Kapten und Roman Matsow weiter. In St. Petersburg, Moskau und Helsinki vervollkommnete sie ihre Studien bei Ilya Musin, Leonid Kortschmar und Jorma Panula.


Katharina Magiera © Barbara Aumüller
Katharina Magiera © Barbara Aumüller

Katharina MagieraWährend ihres Schulmusikstudiums mit Hauptfach Klavier verlagerte Katharina Magiera ihren Schwerpunkt von Klavier auf Gesang. Dem Studium zunächst in der Gesangsklasse von Prof. Vera U.G. Scherr in Mannheim, anschließend bei Prof. Hedwig Fassbender in Frankfurt am Main folgte das Konzertexamen bei Prof. Rudolf Piernay in Mannheim.
Sie war Stipendiatin der »Villa Musica« des Landes Rheinland-Pfalz, der Yehudi Menuhin-Stiftung »Live music now« und der Studienstiftung des deutschen Volkes. 2009 gewann sie den Mendelssohn- Wettbewerb.
Ihr breit gefächertes Konzertrepertoire umfasst die Passionen und zahlreiche Kantaten J. S. Bachs, die Requien von Mozart, Verdi, Duruflé, Dvořák und Schnittke und Händels, Mendelssohns und Honeggers Oratorien, an denen sie unter den Dirigenten H. Rilling, G. Garrido, S. Weigle, M. Letonja, H-Chr. Rademann, P. Cao, P. Carignani, S. Kuijken, M. Beuerle, W. Toll und A. Fischer mitwirkte.

Die Liebe zum Lied, das Interesse an der Agilität der Stimme und die „spürbare räumliche“ Nähe zu Goethe regte Katharina Magiera zum Erkunden neuer vokaler Pfade an. So entstand die Idee, ein Liedprogramm mit Gitarre, welches vorwiegend die weniger bekannten Gedichte des Frankfurter Dichters in Vertonungen von Mendelssohn, Wolf und andere in eigener Bearbeitung für Gesang und Gitarre vorzustellen. Ihr Duopartner dabei ist Christopher Brandt, der die Lieder für Gitarre arrangiert hat, ein gefragter klassischer Gitarrist und mehrfach ausgezeichneter Komponist.
Auftritte auf der Opernbühne führten Katharina Magiera an das Staatstheater Wiesbaden, die Opéra du Rhin in Strasbourg und die Oper Frankfurt, deren Ensemble sie seit der Spielzeit 09/10 dem Ensemble angehört. Dort trat sie auf als Sphinx (Oedipe), Bradamante (Orlando furioso) und Rosalia (Tiefland), Alisa (Lucia di Lammermoor), Tisbe (La Cenerentola), Untos Frau (Sallinens Kullervo), Stallmagd (Königskinder), Cornelia (Giulio Cesare in Egitto), Oberpriesterin in Schoecks Penthesilea sowie als Flosshilde / Schwertleite (Ring), Ježibaba (Rusalka), Hänsel (Hänsel und Gretel), Dryade (Ariadne auf Naxos), Filosofia (LʼOrontea),Marzelline (Figaros Hochzeit), in den Frankfurter Erstaufführungen der Drei Einakter von Bohuslav Martinů, als Wanja (Iwan Sussanin) und Nancy (Martha).
Ein Gastengagement führte sie 2015 als Dritte Dame (Die Zauberflöte) an die Opéra Bastille Paris, im selben Jahr gastierte sie beim Nationalen Symphonieorchester des Polnischen Rundfunks unter A. Liebreich, debütierte bei den Salzburger Festspielen unter A. Orozco Estrada und sang beim MDR Symphonieorchester unter K. Järvi.. Bei den Salzburger Osterfestspielen kann man sie 2017 als Schwertleite unter Christian Thielemann erleben und im Spätsommer am Theater an der Wien als 3.Dame in Mozarts Zauberflöte unter René Jacobs.