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Richard Strauss

Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28

Orchesterlieder

Antonín Dvořák

Symphonie Nr. 8 G-Dur op. 88

Alexander Liebreich
Dirigent
Asmik Grigorian
Sopran
Rundfunk Sinfonieorchester Prag
Orchester
Konzertgalerie

Das Richard-Strauss-Festival begrüßt 2019 das renommierte Rundfunk Sinfonieorchester Prag als „Orchestra in residence“ der Open Air Konzerte in Kloster Ettal. Beim Konzert am 28. Juni spielt es unter der Leitung seines Chefdirigenten Alexander Liebreich nicht nur Kompositionen von Richard Strauss, sondern auch ein großes Werk von Antonín Dvořák, einem der wichtigsten und bekanntesten tschechischen Komponisten.
Mit den berühmten Tondichtungen schuf Richard Strauss unvergängliche Meisterwerke und Zeugnisse seiner großen Kunst. In „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ setzte er dem liebenswert-chaotischen Schelm Till Eulenspiegel ein musikalisches Denkmal. Beim darauffolgenden Programmpunkt ist Alexander Liebreich eine wahre Sensation gelungen: Seit die litauische Sopranistin Asmik Grigorian mit ihrer faszinierenden Interpretation von Strauss‘ Salome bei den Salzburger Festspielen 2018 über Nacht zum Weltstar avancierte, kann sie sich vor Angeboten kaum retten. Nun gibt sie ihr Festivaldebüt mit Orchesterliedern von Richard Strauss.
Antonín Dvořák komponierte seine 8. Symphonie auf dem Land und schuf zwischen Wirtshausbesuchen und Spaziergängen ein großes poetisches Werk mit bezaubernd schönen Melodien, voll harmonischer Raffinesse und Einfallsreichtum, wie geschaffen für einen Sommernachtstraum.

Bei schlechtem Wetter verlegen wir die Konzerte vom Innenhof des Klosters Ettal in die Alpspitzhalle, Olympia-Eissport-Zentrum, Am Eisstadion 1, 82467 Garmisch-Partenkirchen. Wetterinformation am Veranstaltungstag: +49.(0)8821.910 5 999

Bustransfer GAP - Ettal - GAP und München - Ettal - München kann zugebucht werden.

Wir bitten um Ihr Verständnis, dass es nicht gestattet ist, selbst Getränke mitzubringen und diese bei den Open Air Konzerten zu konsumieren - Speisen sind erlaubt.


Alexander Liebreich © Bartek Barczyk
Alexander Liebreich © Bartek Barczyk

Alexander Liebreichstudierte an der Hochschule für Musik und Theater in München und am Salzburger Mozarteum bei Michael Gielen und Nikolaus Harnoncourt. Darüber hinaus erhielt er entscheidende künstlerische Impulse von seinem Mentor Claudio Abbado.
1996 wurde an Alexander Liebreich von einer Jury um Sir Edward Downes und Péter Eötvös der Kirill Kondraschin-Preis verliehen; anschließend wurde er als Assistent von Edo de Waart an das Niederländische Radio Filharmonisch Orkest berufen. Sein Debüt mit Anton Bruckners 5. Sinfonie im Concertgebouw Amsterdam machte international Schlagzeilen. In der Folge war er zu Gast bei zahlreichen renommierten Orchestern wie dem Royal Concertgebouw Orchestra, dem BBC Symphony Orchestra, Auckland Philharmonia, Münchner Philharmonikern und dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin.

Zuletzt dirigierte er u.a. das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die NDR Radiophilharmonie, das RSO Stuttgart, die Dresdner Philharmoniker, das Osaka Philharmonic Orchestra, das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das NHK Symphony Orchestra in Tokio und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester.
Nach Debüts mit Bruckners 3. Sinfonie an der Alten Oper Frankfurt, mit Beethoven im Wiener Musikverein, Schuberts „Die Unvollendete“ an der Cité de la musique und einem Sibelius-Dusapin-Programm mit dem Tokyo Philharmonic Orchestra in der Suntory Hall führten ihn Gastspiele der vergangenen Saison u.a. nach Prag, Mailand, Turin, Barcelona, Strasbourg, Tokio und São Paolo. Weitere Debüts werden Alexander Liebreich in der Saison 2016/17 u.a. zum Tonhalle-Orchester Zürich, dem Kyoto Symphony Orchestra, dem Brno Philharmonic Orchestra, der Staatsoper Stuttgart und dem Valencia Symphony Orchestra führen.
Seit 2012 ist Liebreich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Nationalen Symphonieorchesters des Polnischen Rundfunks (NOSPR) mit Sitz in Katowice. Mit dem Chor des Bayerischen Rundfunks, dem Pianisten Krystian Zimerman und dem NOSPR eröffnete Alexander Liebreich im Oktober 2014 die neue Philharmonie in Katowice – ein Großereignis, zumal der Star-Akustiker Yasuhisa Toyota für das akustische Design verantwortlich zeichnete.
Die Zusammenarbeit mit dem NOSPR wird beim Label Accentus Music mit Repertoire von Lutosławski und Szymanowski dokumentiert. 2015 erschien die Debüt-CD mit dem herausragenden Werk von Lutosławski, dem „Konzert für Orchester“, gefolgt von der 2. CD im Januar 2016. Im Oktober 2016 erschien die dritte Aufnahme u.a. mit Lutosławskis 4. Sinfonie und dem Cellokonzert (Solist: Gautier Capuçon).
In den Jahren 2006 bis 2016 war Alexander Liebreich Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Münchener Kammerorchesters. Inzwischen wird das innovative, für seine avancierte Programmatik ebenso wie für seine außergewöhnlichen Klangkultur mehrfach dekorierte Ensemble nicht nur in München gefeiert, sondern auch bei zahllosen Gastspielen in europäischen Musikmetropolen, in Konzerten bei internationalen Festivals und Tourneen in Europa und Asien. Seither sind bei ECM, Sony Classical, DG und NEOS eine Reihe von Aufnahmen entstanden.
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit mit Hans Neuenfels für Schoecks „Penthesilea“ dirigierte Alexander Liebreich in der Saison 2013/14 erneut an der Oper in Frankfurt die Neuproduktion von Enescus „Oedipe“ (Regie: Hans Neuenfels). 2016 dirigierte er Richard Wagners „Parsifal“ mit Michael Weinius und Yvonne Neaf sowie als Saisonfinale Mozarts „Don Giovanni“; u.a. mit Juliane Banse und ECHO Klassik – Preisträger André Schuen in der Titelrolle. In 2017 wird er zum Beethovenfest in Warschau Igor Strawinskys „The Rake‘s Progress“ leiten.
Zwischen 2011 und 2014 fungierte Alexander Liebreich zudem als Leiter des Tongyeong International Music Festival (TIMF) in Südkorea. Seit Mai 2015 ist er Künstlerischer Direktor des Internationalen Musik-Festivals „Katowice Kultura Natura“, bei dem bereits András Schiff, Miklós Perényi, Grigory Sokolov, der RIAS Kammerchor, Cuarteto Casals und das Mahler Chamber Orchestra zu Gast waren; Michael Nagy, Piotr Anderszewski, das Budapest Festival Orchestra und viele andere werden 2017 erwartet. Seit 2018 ist Alexander Liebreich Künstlerischer Leiter des Richard-Strauss-Festivals in Garmisch-Partenkirchen.
Der Film „Pyongyang Crescendo“, 2005 auf DVD erschienen, dokumentiert seine Arbeit im Rahmen einer Gastprofessur im nordkoreanischen Pyongyang. Im Januar 2015 hat das Bayerische Fernsehen die Dokumentation „Alexander Liebreich und seine Klangwelten“ ausgestrahlt.
Im Dezember 2008 wurde Alexander Liebreich in die Mitgliederversammlung des Goethe-Instituts berufen, die sich als Planungsgremium aus bedeutenden Persönlichkeiten des kulturellen und sozialen Lebens der Bundesrepublik Deutschland zusammensetzt. 2015 wurde ihm eine Gastprofessur Dirigieren an der Hochschule für Musik und Theater München verliehen. Im Herbst 2016 wurde Alexander Liebreich mit dem Sonderpreis des Kulturpreises Bayern geehrt.


Asmik Grigorian © Rokas Baltakys
Asmik Grigorian © Rokas Baltakys

Asmik GrigorianDie litauische Sopranistin Asmik Grigorian wurde in Vilnius geboren und kommt aus einer Musikerfamilie. Sie studierte an der Litauischen Musik- und Theaterakademie und begann ihre Opernkarriere bereits während des Studiums.
Sie war Gründungsmitglied der Gesellschaft Vilnius City Opera und wurde zweimal mit dem Golden Stage Cross ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung für Sängerinnen und Sänger in Litauen: 2005 für ihr Debüt als Violetta in „La Traviata“ und 2010 für ihre Darstellung als Frau Lovett in „Sweeney Todd“. Im Jahr 2016 wurde sie mit dem „Young Female Singer“ Preis bei den International Opera Awards ausgezeichnet.

Asmik Grigorian tritt regelmäßig an großen Opernhäusern auf wie dem Teatro dell’Opera di Roma, der Oper Köln, der Hamburgischen Staatsoper, dem Theater an der Wien, dem Mariinsky und dem Mikhailovsky Theater, der Royal Swedish Opera, dem Royal Concertgebouw, dem Staatstheater Wiesbaden, der Vlaamse Opera, dem Teatro del Liceu Barcelona, der Komischen Oper Berlin und der Lettischen Nationaloper Riga.
In dieser Saison und darüber hinaus singt sie die Titelrollen in „Manon Lescaut“ an der Frankfurter Oper, „Madama Butterfly“ an der Wiener Staatsoper, „Norma“ am Theater an der Wien und „Rusalka“ in einer neuen Produktion von Christof Loy am Teatro Real Madrid. Ihre Beziehung zu den Salzburger Festspielen setzt sie 2019 mit der „14. Sinfonie“ von Schostakowitsch, Romeo Castelluccis „Salome“ und der Partie der Chysothemis in Krzysztof Warlikowskis „Elektra“ fort; es folgt eine Neuproduktion von „Der Fliegende Holländer“ in der Regie von Dmitri Tcherniakov bei den Bayreuther Festspielen. Sie singt die „14. Sinfonie“ von Schostakowitsch mit dem Ensemble Resonanz in der Elbphilharmonie und gibt ihre Debüts an der Pariser Oper in „Jenůfa“ sowie im Palais Garnier in „Pique Dame“. Weitere Debüts folgen: mit Spannung erwartet an der Metropolitan Opera, am Royal Opera House in „Jenůfa“ sowie an der Scala in Graham Vicks neuer Produktion von „Die tote Stadt“ unter Alan Gilbert.


SOCR © Petr Hornik
SOCR © Petr Hornik

Rundfunk Sinfonieorchester PragDas Rundfunk Sinfonieorchester Prague ist heute eines der bedeutendsten tschechischen Orchester. Seit der Saison 2018/19 ist Alexander Liebreich Chefdirigent und künstlerischer Leiter, Hauptgastdirigent ist derzeit Marek Šedivý.

In den letzten Jahren hat das Orchester mit tschechischen und ausländischen Dirigenten der Spitzenklasse wie Petr Altrichter, Radek Baborák, Jiří Bělohlávek, Tomáš Hanus, Jakub Hrůša, Tomáš Netopil, Stephan Asbury, John Axelrod, Ion Marin, Wayne Marshall, Michał Nesterowicz, Jean-Efflam Bavouzet, Gautier Capuçon, Sergey Khachatryan, Christian Lindberg, István Várdai, Elīna Garanča, Renée Fleming, Juan Diego Flórez, Dmitri Hvorostovsky, Jonas Kaufmann, Vilém Veverka, Roman Patočka und Alina Pogostkina zusammengearbeitet. Von den tschechischen Soilsten seien zudem zu nennen: Jan Bartoš, Tomáš Jamník, Ivo Kahánek, Jan Mráček, Adam Plachetka oder Lukáš Vondráček.

Das Orchester beauftragt zeitgenössische tschechische Künstler, wie z.B. Jan Ryant Dřízal, Jan Klusák oder Miroslav Srnka und führt deren Kompositionen auf.
Das Orchester gastiert in ganz Europa und Japan.

Von den Einspielungen sei die Janáček-Trilogie mit dem Dirigenten Tomáš Netopil – zwei dieser Einspielungen wurden von der Zeitschrift „Gramophone“ als Editor´s Choice gewürdigt – und die erste komplette Einspielung der acht Sinfonien von Miloslav Kabeláč oder die Aufzeichnung aller Klavierkonzerte von B. Martinů genannt. Das Orchester hat Dvořáks Oper “Alfred” und das Profilalbum des Solisten der Wiener Staatsoper, des Bassbaritons Adam Plachetka, als Weltpremiere aufgezeichnet.